# Security & Datenschutz — Blog-Archiv > Cybersicherheit und Datenschutz gehören heute zu den zentralen Themen in Unternehmen, Behörden und Bildungseinrichtungen. Die Anforderungen wachsen stetig – sei es durch neue Bedrohungsszenarien, gesetzliche Regelungen wie die DSGVO oder durch technische Entwicklungen im Bereich Cloud, KI und IoT. In dieser Kategorie finden Sie Beiträge rund um IT-Security, Datenschutz und Compliance. Die Inhalte dieser Kategorie unterstützen Sie dabei, Risiken zu erkennen, Verantwortung zu übernehmen und Sicherheitskompetenz aufzubauen. Kategorie: [Security & Datenschutz](https://www.tectrain.at/blog/category/security) Beiträge: 4 Index: [llms-full.txt](https://www.tectrain.at/llms-full.txt) | [llms.txt](https://www.tectrain.at/llms.txt) ## Stammdaten - **Anbieter:** tecTrain GmbH - **Gründungsjahr:** 2011 - **Website:** https://www.tectrain.at - **Kontakt:** +43 50 4510-0 | office@tectrain.at - **Sprachen:** German (DE), English (EN) - **Standorte:** tecTrain Seminarzentrum Wien, tecTrain Seminarzentrum Graz, tecTrain Partnerstandort Linz - **Beschreibung:** Die tecTrain GmbH ist Österreichs führender Anbieter für IT- und Management-Weiterbildung mit Standorten in Wien, Graz und Linz. Seit 2011 qualifiziert das Unternehmen Unternehmen, öffentliche Organisationen und Einzelpersonen in den Bereichen IT, Digitalisierung und Management und vermittelt praxisnahes Wissen für den beruflichen Erfolg. Als Marktführer für IT-Weiterbildung in Österreich vertrauen jährlich mehr als 12.000 Teilnehmer:innen auf die Expertise der tecTrain GmbH. Das Weiterbildungsangebot umfasst über öffentliche 600 Seminare, Trainings, Workshops und Zertifizierungskurse sowie individuell konzipierte Firmenschulungen und Inhouse-Trainings. Die tecTrain GmbH ist offizieller Microsoft Learning Partner und bietet ein umfassendes Schulungsangebot rund um Microsoft-Technologien wie Microsoft 365, Microsoft Azure, Power Platform, Copilot und weitere Microsoft-Lösungen. Darüber hinaus umfasst das Portfolio Trainings und Zertifizierungen in den Bereichen ITIL®, Amazon Web Services (AWS), Cloud Computing, Projektmanagement, IT-Infrastruktur, Netzwerke, Softwareentwicklung, Programmierung, Datenbanken, DevOps, Container-Technologien, Linux, Virtualisierung, Cybersecurity, Informationssicherheit, Künstliche Intelligenz (KI), Data Analytics sowie praxisnahe Anwendertrainings für Adobe Creative Cloud, AutoCAD und weitere Business-Anwendungen. Die Trainings werden als Präsenzseminare an den Standorten Wien, Graz und Linz, als Live-Online-Trainings, Hybridveranstaltungen oder direkt beim Kunden als Inhouse-Schulung durchgeführt. Darüber hinaus bietet die tecTrain GmbH Vorbereitungskurse für international anerkannte Hersteller- und Branchenzertifizierungen sowie maßgeschneiderte Qualifizierungsprogramme für Unternehmen jeder Größe. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Wissensvermittlung, erfahrene Trainer:innen, hohe Qualitätsstandards und ein nachhaltiger Wissenstransfer, damit das erworbene Know-how unmittelbar im beruflichen Alltag eingesetzt werden kann. Die tecTrain GmbH versteht sich als langfristiger Weiterbildungspartner für Unternehmen, Behörden und Fachkräfte in Österreich und begleitet ihre Kund:innen dabei, den technologischen Wandel erfolgreich zu gestalten, digitale Kompetenzen auszubauen und ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. ## Beitragsübersicht | Beitrag | Datum | | :--- | :---: | | [Warum IT-Sicherheit 2026 jeden Mitarbeitenden betrifft – und wie Sie Ihre „Human Firewall“ aufbauen](https://www.tectrain.at/blog/it-sicherheit-betrifft-jeden-im-unternehmen) | 20.04.2026 | | [Was ist ein Ethical Hacker? Der Job eines White-Hat-Hackers](https://www.tectrain.at/blog/security/was-macht-ein-ethical-hacker) | 17.01.2026 | | [CISSP erklärt: Vorteile, Updates & Prüfungsvorbereitung](https://www.tectrain.at/blog/security/vom-cissp-zur-karriere-im-security-bereich-vorteile-neuerungen-und-pruefungsvorbereitung) | 26.06.2024 | | [NIS2-Richtlinie: Was Unternehmen jetzt wissen müssen](https://www.tectrain.at/blog/security/nis2-richtlinie-was-unternehmen-jetzt-wissen-muessen) | 22.05.2024 | --- ### Warum IT-Sicherheit 2026 jeden Mitarbeitenden betrifft – und wie Sie Ihre „Human Firewall“ aufbauen - **Datum:** 20.04.2026 - **Kategorien:** Security & Datenschutz - **URL:** https://www.tectrain.at/blog/it-sicherheit-betrifft-jeden-im-unternehmen > Das Jahr 2026 markiert einen Wendepunkt in der digitalen Arbeitswelt, denn Cyberangriffe sind durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz so raffiniert geworden, dass heute bereits jeder siebte Angriff erfolgreich ist. Technische Firewalls und automatisierte Systeme allein reichen längst nicht mehr aus, um unsere sensiblen Daten vor diesen hyperrealistischen Bedrohungen zu schützen. Vielmehr stehen nun Sie als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter im absoluten Zentrum der Verteidigung. Willkommen im Jahr 2026. Künstliche Intelligenz (KI), smarte Cloud-Lösungen und vernetzte Systeme treiben unsere Wirtschaft an, doch sie bringen auch eine neue Qualität von Bedrohungen mit sich Wenn wir heute über Cyberangriffe sprechen, geht es längst nicht mehr nur um Hacker, die versuchen, technische Firewalls zu knacken. Das primäre Ziel der Angreifer hat sich verschoben: Das Ziel sind wir. Der Mensch. Viele Unternehmen glauben fälschlicherweise, dass IT-Sicherheit ein reines Technik-Thema sei, das allein in den Händen der IT-Abteilung liegt. Aktuelle Studien der weltweit führenden Institutionen belegen jedoch das genaue Gegenteil: IT-Sicherheit ist im Jahr 2026 das wichtigste Thema für jeden einzelnen Mitarbeitenden. Warum das so ist und wie Sie Ihr Team jetzt wappnen müssen, zeigt dieser Beitrag. ## Die Bedrohung ist alltäglich (und oft täuschend echt) Cyberkriminelle nutzen heute generative KI, um hyperrealistische Phishing-Mails, Deepfake-Sprachnachrichten und perfekt getarnte Betrugsanrufe (Scam-Calls) zu erstellen Die Folgen sind enorm: Laut dem Global Cybersecurity Outlook 2026 des Weltwirtschaftsforums (WEF) [1](#quelle) geben 73 Prozent der Befragten an, in den letzten 12 Monaten in ihrem beruflichen oder privaten Umfeld von cybergestütztem Betrug betroffen gewesen zu sein. Auch die KPMG Cyberstudie [2](#quelle) untermauert dies: > Phishing-Attacken (81 %) und Scam-Anrufe (65 %) sind die absoluten Spitzenreiter unter den Angriffsarten. Angreifer nutzen gezielt die Hilfsbereitschaft, Neugier oder den Zeitdruck von Mitarbeitenden aus, um an Passwörter zu gelangen oder Finanztransaktionen umzuleiten – sogenanntes Social Engineering. Der Faktor Mensch ist dabei oft das größte Risiko, gerade weil Technik allein den gesunden Menschenverstand nicht ersetzen kann. ## Mensch sticht Technik: Der Mitarbeitende als stärkste Abwehrlinie Es gibt jedoch auch eine gute Nachricht: Genau jene Mitarbeitenden, die oft als Schwachstelle gelten, sind in Wahrheit die wichtigste Verteidigungslinie eines Unternehmens. Die KPMG-Studie [2](#quelle) liefert hierzu eine verblüffende Erkenntnis: > In 62 Prozent der Fälle wurden Unternehmen durch die aufmerksame Meldung ihrer eigenen Mitarbeitenden auf Cyberangriffe aufmerksam. Damit schlägt der aufmerksame Mensch sogar automatisierte, interne Sicherheitssysteme, die erst an zweiter Stelle folgen. Es zeigt sich klar: Die Intuition, das kritische Denken und die Sensibilität der Belegschaft machen im Ernstfall den entscheidenden Unterschied. Algorithmen arbeiten mit Präzision, aber es ist der Mensch, der die manipulative E-Mail hinterfragt oder den gefälschten CEO-Anruf stoppt. ## Die unbewusste Gefahr im Alltag: Wenn KI zum Datenleck wird Ein weiteres massives Risiko geht heute oft nicht von böswilligen Hackern aus, sondern vom gut gemeinten Arbeitsalltag. > Künstliche Intelligenz bietet enorme Chancen zur Effizienzsteigerung, doch Anwenderfehler bei der KI-Nutzung stellen für 42 Prozent der Unternehmen ein massives und sogar noch wachsendes Risiko dar. Oft laden Mitarbeitende unbedacht vertrauliche Dokumente, Kundendaten oder internen Code in öffentliche KI-Portale hoch, um diese etwa zusammenfassen oder übersetzen zu lassen. Die aktuelle KPMG-Studie [2](#quelle) zeigt: Die Sorge, dass dadurch sensible Unternehmensdaten für Dritte zugänglich gemacht werden, ist für 31 Prozent der Unternehmen eines der größten Hemmnisse beim KI-Einsatz. Tatsächlich werden Datenschutzverstöße – insbesondere die ungewollte Offenlegung sensibler Daten durch generative KI – von 53 Prozent der Betriebe als das allergrößte Risiko im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz wahrgenommen. Denn was in eine frei zugängliche KI hochgeladen wird, wird in fremden Rechenzentren verarbeitet und entzieht sich so der Kontrolle des eigenen Unternehmens. Genau hier zeigt sich erneut: Ohne das nötige Risikobewusstsein der Mitarbeitenden wird selbst das nützlichste und modernste Werkzeug schnell zum unkontrollierbaren Datenleck. ## Der Schulungsbedarf ist das Top-Thema 2026 Dass diese Sensibilität nicht von alleine kommt, erkennen immer mehr Betriebe. Die Deloitte Cyber Security Studie 2026 [3](#quelle) bringt es auf den Punkt: > Schulungen und Awareness-Trainings sind derzeit der effektivste Ansatz, um gemeinsam mit technischen Maßnahmen gegen Betrug vorzugehen Keine noch so ausgefeilte Technik kann verhindern, dass ein unachtsamer Klick zum Einfallstor für Kriminelle wird Auch der Mittelstand hat das erkannt: Laut der aktuellen EY-Studie „Digitaler Wandel in österreichischen Mittelstandsunternehmen“ [4](#quelle) sehen 29 Prozent der Betriebe genau im Bereich Datensicherheit und Cybersecurity den allergrößten Schulungsbedarf für ihre Mitarbeitenden Gleichzeitig benennt das Weltwirtschaftsforum den eklatanten Mangel an Cybersecurity-Fähigkeiten als eine der größten Hürden für Unternehmen weltweit ## Fazit: Investieren Sie in Ihre „Human Firewall“ IT-Sicherheit ist 2026 kein Nischenthema mehr. Es ist eine absolute Kernkompetenz, die jeder vom Empfang bis zur Geschäftsführung beherrschen muss. Ein ungeschulter Mitarbeiter kann das gesamte Unternehmensnetzwerk gefährden, aber ein gut trainierter Mitarbeiter ist Ihr bester Schutzschild. **Erfolgsquote: 14 %** Jeder siebte Cyberangriff auf heimische Unternehmen ist mittlerweile erfolgreich **Hauptgefahr: 81 %** Phishing-Attacken sind das absolute Top-Risiko im Arbeitsalltag und zielen direkt auf den Menschen ab **Schutzschild: 62 %** Aufmerksame Mitarbeitende decken Cyberangriffe noch vor den internen IT-Systemen auf **Bildungsbedarf: 29 %** Österreichische KMU sehen in der IT-Sicherheit den mit Abstand größten Schulungsbedarf für ihr Team Machen Sie Ihr Team zur stärksten Verteidigungslinie! Als erfahrener Weiterbildungsanbieter unterstützen wir Sie genau dabei. In unseren praxisnahen IT-Security-Trainings vermitteln wir Ihren Mitarbeitenden genau das Wissen, das sie 2026 brauchen. Von der Erkennung raffinierter KI-Deepfakes über das Entlarven von Phishing-Mails bis hin zum sicheren Umgang mit sensiblen Daten – wir schulen verständlich, fundiert und direkt anwendbar. Quellen: - [Global Cybersecurity Outlook 2026 | WEF](https://www.weforum.org/publications/global-cybersecurity-outlook-2026/) - [Cybersecurity in Austria 2025 | KPMG](https://kpmg.com/at/en/media/publications/cybersecurity-study-2025.html) - [Cyber Security Report 2026 | Deloitte](https://www.deloitte.com/content/dam/assets-zone2/at/de/docs/presse/2026/deloitte-cyber-security-report.pdf) - [Digitaler Wandel in österreichischen Mittelstandsunternehmen | EY](https://www.ey.com/de_at/newsroom/2026/03/ey-studie-digitaler-wandel-oesterreichische-unternehmen-2026)   --- ### Was ist ein Ethical Hacker? Der Job eines White-Hat-Hackers - **Datum:** 17.01.2026 - **Kategorien:** Security & Datenschutz - **URL:** https://www.tectrain.at/blog/security/was-macht-ein-ethical-hacker > Cyberangriffe, Datenlecks und Ransomware gehören längst zum Alltag von Unternehmen. Umso wichtiger sind Fachkräfte, die genau wissen, wie Angreifer vorgehen – und diese Kenntnisse gezielt für den Schutz von IT-Systemen einsetzen. Genau hier kommt der Ethical Hacker, auch White-Hat-Hacker genannt, ins Spiel. Doch was macht ein Ethical Hacker eigentlich genau? Welche Fähigkeiten braucht er, und wie wird man White-Hat-Hacker? In diesem Artikel geben wir Ihnen einen fundierten Überblick über das Berufsbild – und zeigen, wie gezielte IT-Security-Trainings den Einstieg und die Weiterentwicklung ermöglichen. ## Was ist ein Ethical Hacker? Ein Ethical Hacker ist ein **IT-Sicherheitsexperte**, der autorisiert in Systeme, Netzwerke oder Anwendungen eindringt, um Sicherheitslücken aufzudecken. Im Gegensatz zu kriminellen Hackern handeln White-Hat-Hacker **legal, transparent und im Auftrag** von Unternehmen oder Organisationen. Ihr Ziel ist klar definiert: > Schwachstellen finden, bevor Cyberkriminelle sie ausnutzen können. Dabei denken Ethical Hacker wie Angreifer – nutzen ihr Wissen aber ausschließlich zum Schutz von IT-Infrastrukturen. ## Typische Aufgaben eines White-Hat-Hackers Der Arbeitsalltag eines Ethical Hackers ist vielseitig und technisch anspruchsvoll. Zu den wichtigsten Aufgaben zählen: - **Penetrationstests: **Simulierte Angriffe auf Netzwerke, Server, Webanwendungen oder Cloud-Umgebungen - **Schwachstellenanalysen: **Identifikation von Sicherheitslücken in Software, Betriebssystemen und Konfigurationen - **Social Engineering Tests: **Überprüfung des Sicherheitsbewusstseins von Mitarbeitenden - **Security Audits & Reports: **Dokumentation von Risiken und konkrete Handlungsempfehlungen - **Beratung von IT- und Management-Teams: **Unterstützung bei Sicherheitsstrategien und Schutzmaßnahmen Ethical Hacker sind damit nicht nur Techniker, sondern auch **Berater und Problemlöser**. ## Welche Fähigkeiten braucht ein Ethical Hacker? Das Berufsbild erfordert ein breites und tiefgehendes Skillset. Dazu gehören unter anderem: - Fundierte Kenntnisse in **Netzwerktechnologien** (TCP/IP, Firewalls, VPNs) - Sicherer Umgang mit **Linux & Windows** - Verständnis von **Webtechnologien und Programmierung** - Know-how zu **Exploits, Malware und Angriffsmethoden** - Erfahrung mit Security-Tools wie **Nmap, Metasploit oder Burp Suite** - Analytisches Denken und hohe Problemlösungskompetenz - Rechtliches und ethisches Verständnis im Bereich IT-Security Da sich Bedrohungen ständig weiterentwickeln, ist **kontinuierliche Weiterbildung** essenziell. ## Karrierewege und Einsatzbereiche Ethical Hacker werden in vielen Bereichen dringend gesucht, zum Beispiel als: - **Penetration Tester** - **IT-Security Consultant** - **Cyber Security Analyst** - **Security Engineer** - **Red-Team-Mitglied** Arbeitgeber finden sich in Unternehmen aller Branchen, bei IT-Dienstleistern, Behörden oder in spezialisierten Security-Beratungen. ## Wie wird man Ethical Hacker? Einen klassischen Ausbildungsweg gibt es nicht. Der Einstieg erfolgt meist über: - Spezialisierte [IT-Security-Weiterbildungen](https://www.tectrain.at/kurskatalog/it-sicherheit-und-datenschutz) - Praxisnahe Labs und realistische Angriffsszenarien - Anerkannte Zertifizierungen im Bereich Cyber Security wie der [EC-Council CEH](https://www.tectrain.at/kurskatalog/it-sicherheit-und-datenschutz/security-management/ec-council-certified-ethical-hacker-v13-ceh-v13) ## Bereit für echte Security-Skills? ## Certified Ethical Hacker (CEH) werden! Denken Sie wie ein Hacker – und schützen Sie IT-Systeme professionell mit dem offiziellen CEH-Training und international anerkannter Zertifizierung. [Jetzt Zertifizierung starten](https://www.tectrain.at/kurskatalog/it-sicherheit-und-datenschutz/security-management/ec-council-certified-ethical-hacker-v13-ceh-v13) --- ### CISSP erklärt: Vorteile, Updates & Prüfungsvorbereitung - **Datum:** 26.06.2024 - **Kategorien:** Security & Datenschutz - **URL:** https://www.tectrain.at/blog/security/vom-cissp-zur-karriere-im-security-bereich-vorteile-neuerungen-und-pruefungsvorbereitung > CISSP steht für Certified Information Systems Security Professional und ist eine international anerkannte Zertifizierung, die vom International Information System Security Certification Consortium (ISC2) angeboten wird. Sie gilt als die renommierteste und angesehenste Zertifizierung im Bereich der Informationssicherheit und bestätigt umfassendes Wissen sowie praktische Erfahrung in einem breiten Spektrum von Sicherheitsthemen. Die Erlangung dieser Zertifizierung stellt eine anspruchsvolle Herausforderung dar. In diesem Artikel erklären wir die Vorteile, Neuerungen und geben Ihnen gezielte Tipps zur Vorbereitung auf die anspruchsvolle Prüfung. ## Was ist die CISSP-Zertifizierung? Die Certified Information Systems Security Professional (CISSP)-Zertifizierung ist eine der renommiertesten und anerkanntesten Zertifizierungen im Bereich der Informationssicherheit. Sie ist weltweit anerkannt und in mehr als 180 Ländern gültig und belegt Fachwissen und Erfahrung in einem breiten Spektrum von Informationssicherheitsthemen. CISSP war der erste Abschluss im Bereich der Informationssicherheit, der die strengen Anforderungen der ANSI/ISO/IEC-Norm 17024 erfüllte. Die ISC2 verpflichtet sich seinen Mitgliedern gegenüber, die Relevanz des CISSP aufrechtzuerhalten. Die regelmäßige Aktualisierung der Prüfung stellt sicher, dass die Kandidat:innen in den Themenbereichen geprüft werden, die für die Aufgaben und Verantwortlichkeiten der heutigen Informationssicherheitsexpert:innenen relevant sind. ## Die Vorteile einer CISSP-Zertifizierung - **Bessere Karrieremöglichkeiten** Die CISSP-Zertifizierung kann Ihnen helfen, Ihre Karrierechancen zu verbessern und neue Stellenangebote zu erschließen. Viele Unternehmen bevorzugen bei der Einstellung von Kandidat:innen für IT-Sicherheitspositionen CISSP-zertifizierte Fachkräfte. - **Höhere Glaubwürdigkeit und Anerkennung** Die CISSP-Zertifizierung ist ein anerkanntes Zeichen für Fachwissen und Kompetenz im Bereich der Informationssicherheit. Sie kann Ihnen helfen, sich von Ihren Kolleg:innen abzuheben und Ihre Glaubwürdigkeit gegenüber potenziellen Arbeitgeber:innen, Kund:innen und Geschäftspartner:innen zu stärken. - **Breiteres Wissensspektrum** Die CISSP-Prüfung deckt ein breites Spektrum an Informationssicherheitsthemen ab, darunter Sicherheits- und Risikomanagement, Asset Security, Security Architecture and Engineering, Communication and Network Security, Identity and Access Management, Security Assessment and Testing, Security Operations und Software Security Development. Durch die Vorbereitung auf die Prüfung erwerben Sie ein umfassendes Wissen über diese wichtigen Themen. - **Kontinuierliche Weiterbildung** Um Ihre CISSP-Zertifizierung zu erhalten, müssen Sie sich kontinuierlich weiterbilden und 120 CPE-Credits (Continuing Professional Education) in einem Zeitraum von drei Jahren sammeln. Dies hilft Ihnen, über die neuesten Entwicklungen im Bereich der Informationssicherheit auf dem Laufenden zu bleiben und Ihre Fähigkeiten auf dem neuesten Stand zu halten. ## CISSP 2024: Was ist neu? Die CISSP-Zertifizierung bleibt auch im Jahr 2024 der Goldstandard für Informationssicherheitsprofis. Die Prüfungsauffrischung mit 15. April 2024 spiegelt die sich ständig weiterentwickelnde Bedrohungslandschaft wider und stellt sicher, dass CISSP-zertifizierte Fachleute über die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, um ihre Organisationen vor Cyberangriffen zu schützen. Tipp: Wenn Sie sich auf die CISSP-Prüfung im Jahr 2024 vorbereiten, stellen Sie sicher, dass Sie die aktualisierten Prüfungsinhalte und die neuen Ressourcen nutzen. Auszug aus den Änderungen: - **Änderungen der Prüfungsformate** Die neue CISSP-Prüfung wird im Computer Adaptive Testing (CAT)-Format angeboten. Dies bedeutet, dass die Schwierigkeit der Fragen sich dynamisch an Ihre Antworten anpasst. Durch diese Änderungen wird die Prüfungszeit von 6 Stunden (225 Aufgaben) bei linearen Prüfungen auf 3 Stunden (100 – 150 Aufgaben) in der CAT-Version angepasst. - **Änderungen der Domänengewichte** Domain 1: Sicherheits- und Risikomanagement wurde von 15% auf 16% erhöht. Domain 8: Softwareentwicklungssicherheit wurde von 11% auf 10% verringert. Die Gewichtungen der anderen sechs Domänen bleiben unverändert. Die neue Zertifizierungs-Prüfungsübersicht finden Sie [hier](https://www.isc2.org/-/media/Project/ISC2/Main/Media/documents/exam-outlines/CISSP-Exam-Outline-May-2021-German.pdf). ## CISSP und KI: Wie KI die Informationssicherheit beeinflusst CISSP-zertifizierte Fachleute spielen eine wichtige Rolle bei der Gewährleistung der Sicherheit von KI-Systemen. Sie müssen die Auswirkungen von KI auf die Informationssicherheit verstehen und in der Lage sein, geeignete Schutzmaßnahmen zu implementieren. Folgende Punkte sind für CISSP-Fachleute im Hinblick auf KI besonders wichtig: - **Verständnis der KI-Technologie** CISSP-Fachleute müssen die Grundlagen der KI-Technologie verstehen, einschließlich der Funktionsweise von KI-Systemen, der verschiedenen Arten von KI und der potenziellen Risiken und Vorteile von KI. - **Kenntnis der KI-Sicherheitsrisiken** CISSP-Fachleute müssen die verschiedenen Arten von KI-Sicherheitsrisiken kennen, z. B. Angriffe auf KI-Systeme, Missbrauch von KI-Systemen und ethische Bedenken im Zusammenhang mit KI. - **Fähigkeit zur Implementierung von KI-Sicherheitsmaßnahmen** CISSP-Fachleute müssen in der Lage sein, geeignete Sicherheitsmaßnahmen zu implementieren, um KI-Systeme vor Angriffen zu schützen. Dies kann z. B. die Implementierung von Zugriffskontrollen, die Verschlüsselung von Daten und die Durchführung von Sicherheitstests umfassen. - **Fähigkeit zur Zusammenarbeit mit KI-Expert:innen** CISSP-Fachleute müssen in der Lage sein, effektiv mit KI-Expert:innen zusammenzuarbeiten, um die Sicherheit von KI-Systemen zu gewährleisten. Dies erfordert eine gute Kommunikation und die Fähigkeit, komplexe technische Konzepte zu verstehen. ## CISSP-Vorbereitung: Tipps und Tricks zum Bestehen der Prüfung - **Planen Sie Ihre Lernzeit** Die Prüfung selbst ist anspruchsvoll und erfordert gründliche Vorbereitung. Der erste Schritt ist die Erstellung eines effektiven Lernplans. Bestimmen Sie, wie viel Zeit Sie pro Woche für die Vorbereitung aufwenden können, und erstellen Sie einen realistischen Zeitplan. Verteilen Sie den Lernstoff gleichmäßig auf die gesamte Vorbereitungszeit und planen Sie ausreichend Zeit für Übungsprüfungen und Pausen ein. - **Beschaffen Sie sich die richtigen Lernmaterialien** Es gibt zahlreiche Ressourcen, die Ihnen bei der Vorbereitung auf die CISSP-Prüfung helfen können. Das ISC2 bietet zahlreiche Ressourcen für CISSP-Prüfungsteilnehmer:innen an, darunter fallen der offizielle CISSP-Studienführer des ISC2, CISSP-Übungsprüfungen, CISSP-Vorbereitungskurse oder diverse CISSP-Online-Ressourcen wie Webinare, Podcasts und Artikel, die Ihnen bei der Vorbereitung helfen können.Konzentrieren Sie sich auf die acht Domänen der CISSP-Prüfung Die CISSP-Prüfung ist in acht Domänen unterteilt. Stellen Sie sicher, dass Sie alle acht Domänen gründlich durcharbeiten und sich mit den wichtigsten Konzepten und Verfahren vertraut machen. - Sicherheit und Risikomanagement - Asset-Sicherheit - Sicherheitsarchitektur und Ingenieurtechnik - Kommunikations- und Netzwerksicherheit - Identitäts- und Zugriffsmanagement (IAM) - Sicherheitsbewertung und -tests - Sicherheitsoperationen - Software-Entwicklungs-Sicherheit - **Üben Sie aktives Lernen** Passives Lesen von Lehrbüchern und Notizen ist nicht der effektivste Weg, um für die CISSP-Prüfung zu lernen. Aktives Lernen hingegen hilft Ihnen, den Stoff besser zu verstehen und zu behalten. Versuchen Sie daher, den Stoff so oft wie möglich in der Praxis anzuwenden, z. B. durch das Lösen von Übungsfragen, das Erstellen von Mindmaps oder das Diskutieren von Konzepten mit anderen. - **Bleiben Sie motiviert** Die CISSP-Vorbereitung kann langwierig und anspruchsvoll sein. Es ist daher wichtig, motiviert zu bleiben und den Fokus nicht zu verlieren. Setzen Sie sich kleine Ziele und belohnen Sie sich für Ihre Erfolge. Erinnern Sie sich daran, warum Sie die CISSP-Zertifizierung anstreben und welche Vorteile sie Ihnen bringen kann. Lernen Sie mit Freund:innen, Kolleg:innen oder anderen Prüfungsteilnehmer:innen in Lerngruppen. Dies kann Ihnen helfen, motiviert zu bleiben und den Stoff besser zu verstehen. ## Ihr Weg zur CISSP-Zertifizierung - **Voraussetzungen** Um die CISSP-Prüfung ablegen zu können, müssen Sie mindestens fünf Jahre Berufserfahrung in einem Bereich der Informationssicherheit haben. Alternativ können Sie auch eine anerkannte akademische Qualifikation in einem relevanten Bereich vorweisen. - **Training** Wir bieten Ihnen das Seminar „[CISSP Certified Information Systems Security Professional](https://www.tectrain.at/kurskatalog/it-sicherheit-und-datenschutz/security-management/cissp-certified-information-systems-security-professional/)“ an, das Ihnen die Vorbereitung auf die Prüfung erleichtert. Der Kurs umfasst alle acht Domains und bereitet durch die effiziente Vermittlung des Stoffes ideal auf die CISSP-Prüfung vor.  - **Prüfung** Die CISSP-Prüfung können Sie in unseren hauseigenen Pearson VUE-Testzentren in Wien oder Graz ablegen. Die Prüfung ist computergestützt und dauert 3 Stunden. Weitere Informationen zur Prüfung finden Sie [hier](https://www.isc2.org/Certifications/CISSP). - **Erfahrungsaustausch & Gültigkeit** Nach bestandener Prüfung sollten Sie sich aktiv an der CISSP-Community beteiligen. Dies kann Ihnen helfen, Ihre Kenntnisse auf dem neuesten Stand zu halten, sich mit anderen Fachleuten zu vernetzen und Ihre Karriere voranzutreiben. Die CISSP-Zertifizierung ist drei Jahre lang gültig. Um die Zertifizierung zu verlängern, müssen Sie 120 CPE (Continuing Professional Education) Credits erwerben. - **Informationen & Beratung** Weitere Informationen zur CISSP-Zertifizierung und dem Vorbereitungskurs finden Sie [hier](https://www.tectrain.at/zertifizierung/cissp-zertifizierung/) oder vereinbaren Sie einen [Online-Beratungstermin](https://outlook.office365.com/book/tecTrainGmbH@tectrain.at/) mit unseren Expert:innen! **Werden Sie IT Security-Experte! **Wir bereiten Sie erfolgreich und effizient auf die international anerkannte Zertifizierung in deutscher Sprache vor. **[Jetzt zum Training anmelden!](https://www.tectrain.at/kurskatalog/it-sicherheit-und-datenschutz/security-management/cissp-certified-information-systems-security-professional/)** --- ### NIS2-Richtlinie: Was Unternehmen jetzt wissen müssen - **Datum:** 22.05.2024 - **Kategorien:** Security & Datenschutz - **URL:** https://www.tectrain.at/blog/security/nis2-richtlinie-was-unternehmen-jetzt-wissen-muessen > Die neue EU-Richtlinie NIS2 verschärft die Cybersicherheitsanforderungen für Unternehmen in kritischen Sektoren. Sind Sie bereit? In unserem Beitrag erfahren Sie, ob Ihr Unternehmen von NIS2 betroffen ist und welche konkreten Schritte Sie zur Umsetzung der Richtlinie unternehmen müssen. ## Was ist die NIS2-Richtlinie? Die NIS2-Richtlinie (Richtlinie über Maßnahmen für ein hohes gemeinsames Cybersicherheitsniveau in der gesamten Union) ist die neue EU-Verordnung zur Cybersicherheit, die am 16. Jänner 2023 in Kraft getreten ist. Sie ersetzt die ursprüngliche NIS-Richtlinie von 2016 und zielt darauf ab, die Cybersicherheitsvorschriften in der EU zu verschärfen und auf den neuesten Stand zu bringen, um die digitale Infrastruktur der EU besser vor Cyberangriffen zu schützen. Die NIS2-Richtlinie muss von den EU-Mitgliedsstaaten bis zum 17. Oktober 2024 in nationales Recht umgesetzt werden. ## Wen betrifft die NIS2-Richtlinie? Ob ein Unternehmen betroffen ist, hängt von folgenden Faktoren ab: - **Sektor**: Die Richtlinie gilt für Unternehmen in kritischen Sektoren, wie z. B. Energie, Verkehr, Wasserversorgung, Abfallwirtschaft, Gesundheit und digitale Infrastruktur. Eine vollständige Liste der Sektoren finden Sie im NIS2-Gesetz. - **Größe**: Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern, einem Jahresumsatz von höchstens 10 Mio. € oder einer Jahresbilanzsumme von höchstens 10 Mio. € fallen im Regelfall nicht unter NIS2. - **Ausnahmen**: Es gibt jedoch Ausnahmen. So können auch kleine Unternehmen betroffen sein, wenn sie z. B. sensible Daten verarbeiten oder für die öffentliche Sicherheit besonders wichtig sind. - **Lieferkette**: Dienstleister und Lieferanten von Unternehmen, die unter NIS2 fallen, müssen ebenfalls angemessene Sicherheitsvorkehrungen treffen, um die Lieferkette zu schützen. ## Was sind die wichtigsten Anforderungen der NIS2-Richtlinie? Die NIS2-Richtlinie enthält eine Reihe neuer Anforderungen für betroffene Unternehmen und Organisationen, darunter: - Risikobewertungen und Risikomanagement: Unternehmen müssen ihre IKT-Systeme und -Netzwerke regelmäßig auf Sicherheitsrisiken bewerten und geeignete Maßnahmen zur Risikominimierung ergreifen. - Sicherheitsmaßnahmen: Unternehmen müssen eine Reihe von technischen und organisatorischen Sicherheitsmaßnahmen implementieren, um ihre Systeme vor Cyberangriffen zu schützen. - Incident-Reporting: Unternehmen müssen schwerwiegende Cybersicherheitsvorfälle an die zuständigen Behörden melden. - Lieferantenmanagement: Unternehmen müssen die Cybersicherheitsrisiken ihrer Lieferanten bewerten und geeignete Maßnahmen zur Risikominimierung ergreifen. - Zertifizierung und Audits: Bestimmte Unternehmen müssen sich von unabhängigen Stellen zertifizieren lassen und ihre Cybersicherheitsmaßnahmen regelmäßig auditieren lassen. ## Was müssen Unternehmen tun, um die NIS2-Richtlinie einzuhalten? Unternehmen, die von der NIS2-Richtlinie betroffen sind, sollten sich mit den neuen Anforderungen vertraut machen und einen Plan zur Umsetzung entwickeln. Dieser sollte die folgenden Schritte umfassen: - **Informieren Sie sich über die NIS2-Richtlinie: **Lesen Sie die Richtlinie und verstehen Sie die Anforderungen, die für Ihr Unternehmen gelten. - **Führen Sie eine Risikobewertung durch:** Bewerten Sie Ihre IT-Systeme und -Netzwerke auf Sicherheitsrisiken. - **Implementieren Sie Sicherheitsmaßnahmen:** Ergreifen Sie geeignete Maßnahmen, um die in der NIS2-Richtlinie geforderten Sicherheitsmaßnahmen zu implementieren. - **Erstellen Sie einen Incident-Response-Plan:** Entwickeln Sie einen Plan für die Reaktion auf Cybersicherheitsvorfälle. - **Schulung der Mitarbeiter:innen:** Schulen Sie Ihre Mitarbeiter:innen in Cybersicherheitsfragen. - **Benennen Sie eine/n Sicherheitsbeauftragte/n:** Benennen Sie eine/n Sicherheitsbeauftragte/n, der für die Einhaltung der NIS2-Richtlinie verantwortlich ist. ## Zusammenfassung Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die NIS2-Richtlinie für viele Unternehmen in Österreich relevant ist. Es ist wichtig, dass sich Unternehmen frühzeitig über die Anforderungen informieren und die notwendigen Maßnahmen umsetzen, um die Cybersicherheit ihrer Unternehmen zu gewährleisten. *Im Begutachtungsentwurf vom 3.4.2024 ist kein Datum für das Inkrafttreten fixiert. Rechtsexpert:innen gehen daher davon aus, dass die Regelungen mit 18. Oktober 2024 in Kraft treten sollen.* *Da im o.g. Entwurf keine Übergangsfristen vorgesehen sind, könnten die Regelungen daher für betroffenen Einrichtungen bereits mit Inkrafttreten des Gesetzes gelten.* ## Informationen & Beratung Weitere Informationen zu unserem Kursangebot finden Sie [hier](/kurskatalog/it-sicherheit-und-datenschutz/security-management/nis2-die-neue-eu-richtline-zur-information-und-cybersicherheit) oder vereinbaren Sie einen [Online-Beratungstermin](https://outlook.office365.com/book/tecTrainGmbH@tectrain.at/) mit unseren Expert:innen! ---